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Einladung: „Stammtisch der Berliner Pflegeschulen“

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir schreiben Ihnen, um auf eine Aktion aufmerksam zu machen, die Sie sicherlich interessiert.

Wir sind Auszubildende in der Pflege und stolz auf unseren schönen und vielseitigen Beruf. Wir sind davon überzeugt, dass die professionelle Pflege, ein anspruchsvoller und äußerst wichtiger Beruf ist. Unsere Gesellschaft braucht eine gute und vor allem menschenwürdige Pflege. Aufgrund des demographischen Wandels, ist das Thema umso relevanter.

Menschenwürdige Pflege heißt für uns, dass wir Pflegebedürftige bei der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen unterstützen und im täglichen Leben begleiten, Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglichen. Diese Begleitung ist für uns ein ganzheitlicher Ansatz, der medizinische, psychosoziale, pädagogische, philosophische und viele weitere Aspekte umfasst.

Leider ist eine solche Pflege aus unserer Sicht kaum möglich. Schon in der Ausbildung sind wir mit Zeitnot und einem hohen Stresslevel konfrontiert. Wir erleben Aggression und Gewalt in der Pflege, sehen wie die Menschen übergangen werden und verwahrlosen und sich nicht einmal dagegen wehren können. Das Recht auf Menschenwürde, dass uns unser Grundgesetz garantiert, scheint für Pflegebedürftige nicht zu gelten.

Diese Zustände darf es nicht geben. Wir brauchen Veränderung, um Menschen auch in Zukunft für den Beruf zu begeistern und Pflegebedürftigen ein würdevolles Leben und Sterben zu ermöglichen.

Und trotzdem: Pflege macht Spaß! Denn es ist eine unglaublich intensive, vielseitige und bereichernde Arbeit. Und auf diesen schönen Beruf, sollten alle Pflegenden stolz sein.

Aus dieser Motivation heraus, haben wir einen „Stammtisch der Berliner Pflegeschulen“ gegründet. Wir sind eine informelle Gruppe von Auszubildenden aus der Pflege aus Berlin und uns hat zuerst der Vernetzungsgedanke zusammengebracht. Bald aber entstand die Idee eine Demonstration zu veranstalten. Und das tun wir: Am 12. Mai, dem Tag der Pflege, findet der „Walk of Care – pflegt die Zukunft!“ statt. Die erste Demonstration, die von Auszubildenden in der Pflege organisiert wird und das ganz ohne Dachorganisation. Dabei geht es nicht nur um klassische politische Forderungen, die im harten kämpferischen Stil vorgetragen werden. Sondern es geht darum zu zeigen, wer alles Pflege ist.

Natürlich schildern wir dort auch die schlimmen Zustände, die wir erleben. Wir fordern auch eine gesetzliche Personalbemessung um mehr Zeit für die Menschen zu haben. Wir fordern klare Regelung für die Praxisanleitung, damit wir auch gut ausgebildet werden und nach der Ausbildung gut pflegen können. Und wir möchten verpflichtende Fort- und Weiterbildungen, damit nach aktuellem Wissen gepflegt wird.

Was uns aber auszeichnet ist, dass wir mit Spaß für eine gute Pflege feiern möchten. Wir werden mit Musik und Tanz durch Berlin ziehen, wir werden den Leuten zeigen wer wir sind und das unser Beruf kein Mitleid, sondern Wertschätzung und Anerkennung verdient. Das hat es so noch nicht gegeben und wir hoffen, dass wir sehr viele werden.

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten und Sie Lust haben uns zu unterstützen, verbreiten Sie unsere Veranstaltung. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in Ihrem Verband Werbung machen und selbst anwesend sind. Sie finden uns auf Facebook unter Walk-of-care-pflegt-die-Zukunft. Im Anhang ist unser Flyer für die Demo.

Für Rückfragen jeglicher Art oder falls Sie und Ihr Verband sich noch kurzfristig Kreativ einbringen möchten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Im Namen des Stammtischs der Berliner Pflegeschulen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Valentin Herfurth

 

Verein wir pflegen NRW lädt zum Polit-Forum ein!

Landtagswahl 2017 – Fünf Forderungen für ein gerechteres NRW!

Denn: Pflege ist eine Herausforderung für Angehörige - und für die Politik!

 

Der Verein wir pflegen NRW setzt sich für die Interessen pflegender Angehöriger in Nordrhein-Westfalen ein. Als Beitrag zur Landtagswahl 2017 hat der Verein in Zusammenarbeit mit Betroffenen daher eine Broschüre mit dem Titel „Pflege geht uns alle an! Ein gerechteres NRW für pflegende Angehörige“ erstellt. Die Broschüre enthält fünf zentrale Forderungen, die am 24.02.2017 in Mülheim a.d. Ruhr im Rahmen eines öffentlichen Polit-Forums mit Vertretern der Politik und pflegenden Angehörigen diskutiert werden. Organisiert durch den Verein wir pflegen NRW und mit freundlicher Unterstützung der Stadt Mülheim a.d. Ruhr und der Dialog- Offensive Pflege sind alle interessierten MitbürgerInnen herzlich willkommen.

Die kostenfreie Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr im MedienHaus (Synagogenplatz 3, 45468 MH) und ist barrierefrei. Um verbindliche Anmeldung bis zum 14.02.2017 wird gebeten unter tkallweit@wir-pflegen.nrw oder telefonisch unter 02504-6967725.

 

Häufig sind die Bedingungen unter denen Pflege im häuslichen Umfeld geleistet wird sehr belastend. Daran möchte der Verein wir pflegen NRW etwas ändern.

 

Christian Pälmke, Sprecher des Vereins, stellt die Initiative des Vereins zur Landtagswahl vor:

„Über eine Millionen Menschen in NRW pflegen Ihre Angehörigen zuhause. Sie sind damit das Rückgrat unseres Pflegesystems. Gemeinsam mit vielen betroffenen Familien hat unser Verein daher fünf zentrale Forderungen an die Politik erarbeitet: Forderungen für ein Mitspracherecht, bessere Anerkennung und breite Unterstützung der Familienpflege.“

 

Susanne Hallermann, pflegende Angehörige und Vorsitzende des Vereins wir pflegen NRW, erklärt die wichtige Bedeutung der Initiative:

„Verbesserungen in der kommunalen Pflege können nur erzielt werden, wenn wir pflegenden Angehörigen selbst zu Wort kommen. Wir haben den Verein vor einem Jahr gegründet, damit die Stimme der Angehörigen in der Politik gehört wird. Immer häufiger redet die Politik über uns, selten mit uns. Das wollen wir ändern! Als Kompass unserer Vereinsarbeit dienen die täglichen Sorgen und Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen. Mittels unseres Vereins und unserer Broschüre „Pflege geht uns alle an!“ repräsentieren wir unsere Anliegen parteienunabhängig und leisten so einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer zeitgemäßen Pflege in NRW.“

 

Zur Landtagswahl 2017 hat der Verein daher fünf zentrale Forderungen formuliert, mit denen die Unterstützung pflegender Angehöriger in NRW verbessert werden kann. Vieles wurde für pflegende Angehörige bereits über die Pflegestärkungsgesetze auf den Weg gebracht. Doch auf Länderebene und in den Kommunen gibt es noch viel zu tun! Wir pflegen NRW sieht es als notwendig an, dieses zum Gegenstand des NRW-Wahlkampfes zu machen. Für die Mitglieder des Vereins ist es wichtig, hierbei mit möglichst vielen Pflegeakteuren in eine lebendige Diskussion zu treten. Das Ziel des Polit-Forums: Durch einen intensiven Austausch über die Vor- und Nachteile der gestellten Forderungen und die Ansätze anderer Akteure, gemeinsam gute Lösungen finden!

 

„Wir wollen mitreden – mit der Politik reden,

miteinander reden und gemeinsam gestalten!“

 

Einladung zur Podiumsdiskussion

VdK veranstaltet am 3.11. den 2. Pflegegipfel für Betroffene und Experten

Bereits zum zweiten Mal wird der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz einen "Pflegegipfel" veranstalten; er findet am 3. November 2015 in Mainz statt.

Die Veranstaltung bietet im Rahmen der Demografiewoche eine Diskussionsplattform für professionelle Pflegekräfte, Pflegewissenschaftler, pflegende Angehörige, Politiker und alle, die die Zukunft der Pflege in Rheinland-Pfalz aktiv mitgestalten wollen.

Mitveranstalter sind die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, der Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - DBfK Südwest e. V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e. V. Und weil nicht über Betroffene, sondern mit ihnen diskutiert werden soll, haben die Teilnehmer des Pflegegipfels die Möglichkeit, das Programm der Veranstaltung aktiv mit zu gestalten, indem sie Themen und mögliche Referenten vorschlagen.

Mehr Informationen

"HONIG IM KOPF - LEER DER TOPF??!!"

 

ARMUT DURCH PFLEGE - Hauptthema 

beim 7. Gerontopsychiatrie-Tag am 21.10.2015 in Krefeld !!

Eingeladen wurden wir von Frau Rathai, die jahrelang ihren Mann pflegt und dadurch in Armut geriet. Einigen sicher noch bekannt, da sie nach einem TV-Auftritt zum Kinostart von "Honig im Kopf" von Till-Schweiger eine 10.000 € - Spende von ihm erhielt...

Till Schwieger ist morgen auch dabei mit einer Video-Botschaft...   & wir "live on stage" beim Diskussionsforum ;) !

kostenlose Teilnahme - Programmflyer im Anhang - wir freuen uns auf Ihr DABEI SEIN!!

 Ihr Team ADP 

Mehr Infos

„Uns steht das Wasser bis zum Hals!“

Mit einer fantasievollen Aktion forderten am Donnerstag 3. September 2015 über 50 Beschäftigte aus nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen eine bedarfsorientierte Personalausstattung in der Altenpflege. Einige von ihnen stiegen in große, mit Wasser gefüllte Tonnen. Vor der Staatskanzlei forderten sie Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf, eine Sofortlösung der katastrophalen Zustände in der Altenpflege zu finden. Die Personalbemessung muss sich am Pflegebedarf der alten Menschen heute orientieren.

Der 2. NRW Aktionstag......


für bessere Pflegebedingungen in Deutschland, egal ob Krankenhaus, Altenheim, Häusliche Pflege ... egal ob Angehörige oder Pflegedienst, egal ob Fachkraft oder Helfer .... Egal ob Gewerkschaften, Pflege am Boden, Berufsverbände, Pflegekammer ja oder nein, egal ob du oder ich

WIR WOLLEN WAS ÄNDERN !!!!!!!!!!!!!!

Es soll ein Tag für uns alle werden für bessere Pflegebedingungen!
Wir von Pflege am Boden NRW laden Sie Herzlich ein!

Zum 2. NRW  Aktionstag Pflege am Boden
am 3.September 2015  vor der Bannmeile des Landtags in Düsseldorf.

Unsere Mahnwache wird um 10:00 beginnen und endet um 18:00
Wir wollen auf  die Situationen in der Pflege aufmerksam machen.
Wir freuen uns auf SIE!


Wir würden dieses als Zeichen der Wertschätzung gegenüber von Pflegenden ansehen.

Kontakt
Stephan Seng
E-Mail : pflege-am-boden.nrw(at)online.de

Ankündigungen / Einladungen:

 

Wer soll uns in Zukunft pflegen? - Herausforderung für die ganze Gesellschaft. - Die Sendung LEBENSZEIT im Deutschlandfunk informiert am 27. Februar 2015 von 10:10 Uhr – 11:30 Uhr. Im Studio u.a. Karl-Josef Laumann, Pflegebeauftragter der Bundesregierung, und Werner Schell - Nähres unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=7&t=20918

 

 

22. Pflegetreff am 14.04.2015, 16.00 - 18.00 Uhr, in Neuss-Erfttal - Infostände ab 15.00 Uhr!

Thema: Pflegereformen - 1. Pflegestärkungsgesetz: Welche neuen Leistungsansprüche haben pflegebedürftige Menschen ab 01.01.2015?
Inwieweit sind die Pflege-Rahmenbedingungen weiterhin reformbedürftig? - Mehr Pflegepersonal ist dringend geboten! Nur so kann der Pflegenotstand aufgelöst werden. Inwieweit hat das 2014 reformierte Pflegerecht Nordrhein-Westfalen Veränderungen erfahren?
… Veranstaltung im Anschluss an den Pflegetreff am 13.05.2014 mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Siehe dazu die Hinweise unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=7&t=19125

Podiumsgäste: Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, Markus Leßmann, MD, Abteilungsleiter im MGEPA NRW,  Andreas Westerfellhaus, Präsident Deutscher Pflegerat e.V., Berlin, und Geschäftsführer ZAB - Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH, Gütersloh, und Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach. Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, wird ein Grußwort sprechen. Die Moderation wird von Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D., wahrgenommen.

Weitere Informationen (ständige Aktualisierung) unter http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=7&t=20569

 

23. Pflegetreff am 21. oder 28.10.2015, 16.00 - 18.00 Uhr, in Neuss-Erfttal

Thema: Demenz - Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und die leistungsrechtlichen Folgerungen im geplanten 2. Pflegestärkungsgesetz. Darüber hinaus werden einige Neusser Aktivitäten für die dementiell erkrankten Menschen vorgestellt; z.B. Demenz-Einrichtung der Augustinuskliniken Neuss (Memory-Klinik) und "Runder Tisch Demenz in Neuss". Ergänzend soll das Erfttaler Quartierskonzept mit dem Lotsenpunkt-Projekt des Diözesan-Caritasverbandes in Köln (auch als Musterprojekt für die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss) vorgestellt werden. (… vorläufige Beschreibung) …

Siehe dazu die Hinweise unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=7&t=20711

 

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>>> Falls sich Links nicht direkt öffnen lassen: Bitte jeweilige Fundstelle kopieren und in den InternetBrowser übertragen!

 

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“

ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.

ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".

ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".

tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.

unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.

ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

„Zukunft der Pflege nach der Hamburger Bürgerschaftswahl"

Podiumsdiskussion der ver.di Fachkommission Pflegeeinrichtungen und des ver.di Landesbezirks-Seniorenausschusses am

3. Februar 2015, 17.00 Uhr
PFLEGEN & WOHNEN UHLENHORST,
Heinrich-Hertz-Straße 90, 22085 Hamburg.

Mitglieder im Ausschuss Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz der Hamburger Bürgerschaft:

Kersten Artus, DIE LINKE (Fachsprecherin Verbraucherschutz, Gleichstellung)
Dr. Friederike Föcking, CDU (Fachsprecherin Senioren, Pflege)
Dr. Martin Schäfer, SPD (Gesundheitspolitischer Sprecher)
Dr. Wieland Schinnenburg, FDP (Fachsprecher Gesundheit, Verkehr, Wissenschaft)
Heidrun Schmitt, GRÜNE (Fachsprecherin Gesundheit, Verbraucherschutz)

Wir laden alle Beschäftigten in den stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in Hamburg sehr herzlich ein.

Am 15.2.2015 wird die Hamburger Bürgerschaft gewählt. Das ist ein wichtiger Termin, um Einfluss zu nehmen. Nutzt die Gelegenheit eure Forderungen an die Politikerinnen und Politiker heranzutragen und zu prüfen, was sie bisher in Hamburg für eine Gute Pflege getan haben.

Weitere Informationen und Anmeldung

https://gesundheit-soziales-hamburg.verdi.de https://www.facebook.com/verdi.Hamburg.Fachbereich3
http://www.buendnis-fuer-gute-pflege.de

Sportlicher Einsatz fürs Bündnis für Gute Pflege

Beim 15. Bundestagslauf am 25. Juni 2014 zeigten acht Läuferinnen und Läufer ihren Einsatz für das Bündnis für Gute Pflege. Mit dabei waren Kolleginnen und Kollegen von ASB, AWO, DEVAP, SoVD und ver.di. Bundestagspräsident Norbert Lammert gab in der Nähe des Brandenburger Tors den Startschuss für den traditionellen Lauf. Unsere Bündnis-Vertreter/innen liefen trotz starkem Regen wacker durch den Berliner Tiergarten und fielen bei dem grauen Wetter mit ihren hellen Bündnis-T-Shirts deutlich auf. Das Bündnis wurde von den anderen Teilnehmer/innen, vorwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundestages, der Fraktionen, der Bundes- und Landesbehörden, der Botschaften sowie von Verbänden sehr positiv wahrgenommen. Auch innerhalb der Laufgruppe sorgte der Bundestagslauf für gute Stimmung und bot die Gelegenheit für eine einmal ganz andere Form der Vernetzung und Zusammenarbeit!

Einladung zur Veranstaltung: Pflegepolitik der Großen Koalition

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr herzlich laden wir Sie zur Podiumsdiskussion „Pflegepolitik der Großen Koalition“ mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des BMFSFJ, Elke Ferner MdB, am

Dienstag, den 15. Juli 2014, um 17.30h

in der Kantine des Kreiskrankenhauses

(Alte Waibstadter Straße 2) in Sinsheim ein.

Elke Ferner ist seit 2013 Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig. Seit 2004 ist Elke Ferner außerdem die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und seit 2007 Mitglied im Parteivorstand der SPD.

Sie wird über aktuelle Themen in der Pflegepolitik informieren. Erst im Mai hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf für die erste Stufe der Pflegereform auf den Weg gebracht. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Entlastung pflegender Angehöriger und die Einrichtung eines Pflegevorsorgefonds.

VertreterInnen aus der Praxis und des „Bündnisses für gute Pflege“ werden von ihren Erfahrungen berichten.

Wir freuen uns auf eine offene Debatte und darauf, etwas von Ihren Anliegen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Castellucci, MdB 

und Herbert Weisbrod-Frey,
Bereichsleiter Gesundheitspolitik beim ver.di Bundesvorstand

Fachtagung: Widerstand gegen die Ökonomisierung

Flyer: Internationale Fachtagung "Basale Stimulation" in Ludwigsburg

Mitmachen und weiter sagen: Pflege liegt am Boden

Hier gibt es Informationen zu den aktuellen Flashmobs:

http://www.pflege-am-boden.de/Aktion.html

Bündnis für Gute Pflege bei SPD-Parteivorstand

Im Rahmen seiner Gespräche mit Spitzenvertretern der politischen Parteien waren am  5. August Vertreter/innen des BÜNDNISSES FÜR GUTE PFLEGE auch beim SPD-Parteivorstand, um dort das Bündnis und seine Ziele vorzustellen.

Im Rahmen seiner Gespräche mit politischen Parteien nahmen Vertreter/innen des BÜNDNISSES FÜR GUTE PFLEGE eine Einladung des SPD-Parteivorstandes wahr, um dort das Bündnis und seine Ziele vorzustellen. Das Bündnis vertraten AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker, die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland Ulrike Mascher und der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske.

Der SPD Parteivorsitzende Sigmar Gabriel begrüßte die Bündnisvertreter/innen und erklärte, dass das Thema Pflege die Menschen derart beschäftige, dass es bei den laufenden Wahlkampfveranstaltungen immer auf der Tagesordnung stehe.

Brigitte Döcker vom AWO Bundesverband erklärte wie es zu dem BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE kam, wer seine Mitglieder sind und welche Ziele das Bündnis verfolgt. Das Bündnis vertrete mittlerweile 23 Partner aus Selbsthilfe und Verbrauchervertretungen, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften und Berufsverbänden. Hautpanliegen des Bündnisses sei es, die Situation der Pflege in Deutschland zu verbessern und eine gute Pflege als ein Menschenrecht zu begreifen und zu etablieren. Sie stellte weiterhin die Forderungen des Bündnisses zur Finanzierung der Pflege vor: Die Finanzierung müsse solidarisch und paritätisch erfolgen. Ebenso notwendig sei eine Erweiterung der Einnahmebasis der Pflegeversicherung im Umlagesystem um alle Personengruppen und Einkommensarten. Zudem müsse die Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden und es dürfe keine einseitige Belastung der Versicherten erfolgen.

Allen Beteiligten müsse klar sein, dass gute Pflege Geld koste. Auf der anderen Seite und hier wäre die Politik gefragt, müsse darauf geachtet werden, dass Pflege nicht arm machen dürfe. Am Umgang einer Gesellschaft mit seinen Pflegebedürftigen erkenne man, wie anständig und fortschrittlich eine Gesellschaft sei. Frau Döcker erklärte, dass das Bündnis, auch nach der Bundestagswahl gemeinsam weiter arbeiten werde.

Ulrike Mascher vom VdK betonte, dass Pflege sehr viele Menschen bewege. Pflege werde in der Regel von den weiblichen Angehörigen zu Hause erbracht. Aufgabe müsse es deshalb sein, dafür zu sorgen, dass die häusliche Pflege nicht zusammenbreche.
Dazu müssten folgende Voraussetzungen geschaffen bzw. verbessert werden:

1.) Verbesserte Leistungen für demenziell Erkrankte inkl. der Einführung eines neuen Pflegebegriffs.
2.) Ausbau des kommunalen Informations- und Beratungsangebotes.
3.) Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf inkl. der Einführung eines Rechtsanspruches auf Pflegezeit.
4.) Gewährleistung von altersgerechtem Wohnen.
5.) Kommunale Organisation von hauswirtschaftlichen Dienstleistungen.

Frank Bsirske von ver.di erklärte, dass er die Anliegen der beruflich Pflegenden vertrete. Bsirske forderte dringend die Aufwertung sozialer Berufe. Dazu müsse vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die Ausbildungssituation verbessert werden. Ein großes Hindernis sei, dass einige Bundesländer noch immer Schulgeld von den Auszubildenden verlangten. Die entsprechenden Bundesländer müssten dies unbedingt abschaffen. Darüber hinaus forderte er eine bessere Personalausstattung in den Pflege- und Altenheimen und eine deutlich bessere Bezahlung der Beschäftigten. Nur so könnten die Pflegeberufe attraktiver gestaltet und der immer stärker werdende Fachkräftemangel beseitigt werden.

Außerdem nahm Jürgen Gohde, der Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) an dem Treffen teil. Er wies darauf hin, dass die Pflegeversicherung sich bewährt hätte, sie aber nicht zukunftsfest sei.

Danach erwiderte der Kanzlerkandidat der SPD Peer Steinbrück, dass er die Forderungen des BÜNDNISSES FÜR GUTE PFLEGE unterstütze und sich für das Engagement der Mitglieder bedanke.

Er stellte dann die Eckepunkte des SPD-Wahlkampfprogramms zum Thema Pflege vor, das zum Beispiel eine Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes und des Leistungskatalogs beinhalte. Zudem erklärte er, dass die SPD den Rechtsanspruch auf eine familiäre Pflegezeit einführen wolle. In Bezug auf die Beschäftigten haben die SPD das Ziel in den nächsten vier Jahren 125.000 zusätzliche Beschäftigte für die Pflege gewinnen zu können. Klar sei, dass dies alles nicht ohne Steuererhöhungen umzusetzen sei. In der Einführung der Bürgerversicherung sehe die SPD die logische Konsequenz aus ihren Forderungen.

Im Anschluss folgte eine kurze Diskussion innerhalb des SPD-Parteivorstandes, aber es wurden auch Fragen an die Vertreter des BÜNDNISSES FÜR GUTE PFLEGE gestellt.

Sigmar Gabriel bedankte sich abschließend im Namen des Parteivorstandes bei den Bündnisvertreterinnen und Prof. Dr. Karl Lauterbach lobte „die beispiellose Allianz, die es in dieser Größenordnung in Deutschland bisher noch nicht gab.“ Gabriel erklärte zudem, dass die SPD mithelfen wolle, die Pflege in Deutschland zu verbessern.

"Weißen Block" 14.9.2013 ab Bochum, Schauspielhaus

Für bessere Bezahlung!
Für mehr Personal!
Für gute Pflege und Betreuung
und mehr Zeit für Begleitung!
Kommt zum „Weißen Block“ am 14. 9., zieht Euch Dienstkleidung
oder etwas Weißes an (T-shirt, Bettlaken etc.),
macht Euch kenntlich oder schminkt Euch weiß.
Treffpunkt in Bochum ab 11.00 Uhr, Schauspielhaus,
Oskar-Hoffmann-Straße, am Transparent: „sozial+unbescheiden“
Zu Fuß 14 min. vom Hinterausgang Hbf-Bochum
oder Straßenbahn Linie 308/318 (Richt. Hattingen-Mitte)
Oder mit dem Bus unter: www.pott-umfairteilen.de

Flyer

Diskussionsveranstaltung am 7. August "Gute Pflege ist ein Menschenrecht!"

Derzeit sind ca. 2,4 Millionen Pflegebedürftige auf Hilfe angewiesen. Bis 2030 dürfte aufgrund der demographischen Entwicklung diese Zahl um mindestens eine Million anwachsen. Trotz der Zunahme der Pflegebedürftigkeit und dementieller Erkrankungen ist der Personalschlüssel in der stationären Pflege seit mittlerweile 20 Jahren fast unverändert. Zu den schweren Arbeitsbedingungen kommt die niedrige Bezahlung des Pflegepersonals. Auch daraus erklärt sich der Fachkräftemangel, der derzeit im Pflegebereich herrscht.

In einer Veranstaltung des AWO Landesverbandes Berlin wurde am 07. August mit den Bundestagskandidatinnen der SPD in Berlin und Vertreter_innen aus dem BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE zum Thema "Gute Pflege ist ein Menschenrecht!" diskutiert. Ziel war es, das Thema, das uns alle betrifft, aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten, um gemeinsam mit Fachexperten sowie Politiker_innen und Kolleginnen und Kollegen, die in der Pflege tätig sind und darüber hinaus mit pflegenden Angehörigen ins Gespräch zu kommen. Den Einstieg ins Thema machten die drei Vertreter_innen aus dem BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE, mit kurzen Impulsvorträgen.

Brigitte Döcker, Vorstandsmitglied des AWO Bundesverbandes erklärt, dass das Bündnis für gute Pflege von insgesamt 23 Organisationen getragen wird, was es bislang noch nicht gegeben habe und ergänzt "Wir sind da sehr einmalig - das spricht auch für den Druck in dem wir uns befinden." Brigitte Döcker weist noch einmal deutlich darauf hin: "Menschen, die dauerhaft Hilfe brauchen sind keine Menschen zweiter Klasse!" und ergänzt, dass dem Pflegebereich mehr Geld zur Verfügung stehen müsse. Sie hält dafür ein solidarisch, paritätisches Finanzierungsmodell für unabdingbar. Denn: "Pflege darf nicht arm machen", so Döcker.

Die Geschäftsführerin der Alzheimer-Gesellschaft Berlin, Christa Matter, berichtet davon, dass viele Angehörige selber pflegen wollen - sie jedoch keine Spezialisten in Sachen Pflege seien. "Ein großes Problem ist der soziale Tod, den wir sterben" ergänzt Frau Matter und spricht von der Realität, dass sich häufig Freunde und Bekannte von den pflegenden Angehörigen sowie den Erkrankten abwenden.

"In unserer Gesellschaft ist Autopflege wichtiger als Altenpflege.", bemerkt Herr Musall von ver.di Berlin-Brandenburg zu Beginn seines Kurzvortrages und ergänzt "Der Pflege geht nicht die Arbeit aus, der Pflege gehen die Arbeitnehmer aus."

Mechthild Rawert bedankte sich für die Impulsvorträge der Vertreter_innen des BÜNDNISSES FÜR GUTE PFLEGE und merkt an, dass das System Familie als Pflege nicht zukunftsträchtig sei, denn "...Frauen wollen und sollen berufstätig sein." Sie spricht von 6 Milliarden Euro, die zur Verbesserung der derzeitigen Pflegesituation nötig seien.

Auch die SPD-Bundestagskandidatinnen Cansel Kiziltepe und Ülker Radziwill fordern sowohl Pflege stärker als gesamtgesellschaftlich Aufgabe zu sehen als auch mehr Partizipation in der Bewertung der Qualität der Pflege. Vor allem müsse sich Pflege interkulturell öffnen, ergänzt Ülker Radziwill.

CDU Bundestagskandidat Stritzel hospitierte im Pflegeheim

Im Rahmen der Aktionswochen "Bündnis für gute Pflege" zur Bundestagswahl hat der CDU Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Thomas Stritzl in der WOHNpflege im AWO Servicehaus Mettenhof in Kiel hospitiert.

Startschuss für bundesweite Wahlkampf-Aktionswochen

Am 22. September ist Bundestagswahl. Um im Vorfeld auf den dringenden Handlungsbedarf der Pflege zum Wahlkampfthema zu machen, startet das „Bündnis für GUTE PFLEGE" bundesweite Aktionswochen. Vom 1. bis 24. Juli überreichen Vertreter des Zusammenschlusses der Interessenvertretungen pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger, Frauenorganisationen, Wohlfahrts- und Sozialverbände und Gewerkschaften ihre Forderungen an die Politik.

Die Bündnis-Vertreter besuchen Bundestagskandidaten vor ihren Wahlkreisbüros  und überreichen ihnen die Bündnis-Forderungen. Zielgruppe sind vorrangig Abgeordnete, die die Pflegepolitik im Gesundheitsausschuss des Bundestags direkt mitgestalten. Mit dieser und ähnlichen Aktionen weist das „Bündnis für GUTE PFLEGE“ vor Ort auf die zwingende Notwendigkeit der Verbesserung der problematischen Situation hin. Das Bündnis fordert die Politik dazu auf, die dringend notwendigen Veränderungen einzuleiten. Dazu gehören unter anderem: maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige, bessere Unterstützungsleistungen und Anerkennung für pflegende Angehörige, attraktivere Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und eine solidarische Finanzierung der Pflege.

Geplant sind Aktionen mit Bundestagsabgeordneten aus dem Gesundheitsausschuss unter anderem im bayerischen Rehau, in Kaufbeuren im Allgäu, in Stuttgart, Leverkusen, Aachen und in Braunschweig. Auch der hohe Norden, d. h. Schleswig-Holstein, mischt sich in den Wahlkampf ein: Dort wird es diverse Aktionen geben, u. a. Praxistage von Politikern in Pflegeeinrichtungen, Aktionen vor Wahlkreisbüros der Bundestagsabgeordneten und eine Pressekonferenz. Weitere Aktionen sind in Vorbereitung. Sobald die Termine feststehen, werden sie auf der Bündnis-Seite unter www.buendnis-fuer-gute-pflege.de veröffentlicht.

Die Reihe der Aktionen in den Bundesländern schließt am 20. Juli mit einer Podiumsveranstaltung auf dem Alexanderplatz in Berlin. An diesem zentralen Ort stellen sich die Gesundheitsausschuss-Mitglieder, die ihr Wahlkreisbüro in der Hauptstadt haben, der Diskussion. Auch betroffene Pflegebedürftige und Pflegende kommen zu Wort. Begleitet wird die Veranstaltung durch einen Marktplatz mit zahlreichen Info-Ständen rund um das Thema Pflege.

Termine

Bayern

Demonstration vor dem Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg am Dienstag, 9. Juli in Rehau. Mehr als 170 fränkische Pflegekräfte werden in Rehau für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege demonstrieren. Pressemeldung

Podiumsdiskussion am 24.07.13 in Rödental
Gute Pflege ist ein Menschenrecht!
Wie wollen wir künftig gepflegt werden?
Beginn: 18.00 Uhr, Ende: ca. 19.30 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr
Rathaussaal der Stadt Rödental, Bürgerplatz 1, 96472 Rödental

Podiumsdiskussion am 30.07.13 in Nürnberg
Gute Pflege ist ein Menschenrecht!
Wie wollen wir künftig gepflegt werden?
Beginn: 18.00 Uhr, Ende: ca. 19.30 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr
Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Straße 9, 90459 Nürnberg
Veranstaltungsflyer

Berlin

Am Donnerstag, den 11. Juli, werden auf Inforadio (Frequenzen bzw. Live-Stream unter www.inforadio.de) den ganzen Tag über kleinere Beiträge zum Thema Pflege ausgestrahlt.
Live-Interviews mit:
8.05 Uhr: Mechthild Rawert
10.25 Uhr: Gabriele Tammen-Parr von http://pflege-in-not-berlin.de/

Brandenburg

Vorstellung und Diskussion der Wahlprüfsteine des Bündnisses für gute Pflege mit der Bundestagsabgeordnetenkandidatin Frau Schimke am Donnerstag, 4. Juli 2013, 15 Uhr im Seniorenheim der Volkssolidarität in Schulzendorf in Königs-Wusterhausen

Hamburg

Politikerinnen und Politiker machen ein Pflegepraktikum
Pflege fragt Politik gibt Antworten!?

20. August 2013, 18.30 Uhr

PFLEGEN & WOHNEN UHLENHORST, Heinrich-Hertz Straße 90, 22085 Hamburg (U-Bahn Mundsburg)

Bundestagskandidatinnen / Bundestagskandidaten:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Katja Husen - CDU: Egbert von Frankenberg
DIE LINKE: Kersten Artus - FDP: Sebastian Liebram
SPD: Dr. Matthias Bartke

Die teilnehmenden Politikerinnen und Politiker machen ein „Pflegepraktikum“ in einer stationären/ambulanten Pflegeeinrichtung
und erleben so hautnah die Pflegesituation und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Zeit, sich zu bewegen! Mach mit - sei dabei! Damit Pflege Zukunft hat!
Mehr Informationen: https://hamburg.verdi.de

Niedersachsen

Unter dem Motto „Gute Pflege ist ein Menschenrecht!“ treffen sich Mitglieder des Bündnis für gute Pflege am Dienstag, den 16.7.2013 von 13 bis 15 Uhr auf dem Schlossplatz in Braunschweig. Im Rahmen der Kundgebung werden die Forderungen des Bündnisses zur Verbesserung der Situation in der Pflege der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt. Veranstaltungsflyer

NRW

Protestveranstaltung vor dem AWO-Seniorenwohnsitz Morillenhang in Aachen mit anschließender Podiumsdiskussion mit den beiden Aachener Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke und Ulla Schmidt sowie Pflegenden, Vertretern der Angehörigen und Auszubildenden. Termin Dienstag, 18. Juli, ab 13.00 Uhr. Handzettel

Schleswig-Holstein

24534 Neumünster am 22.08.2013 im Kiek In, Gartenstr. 32

23843 Bad Oldesloe am 27.08.2013 im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Beginn: 17.00 Uhr Ende der Podiumsdiskussion: ca 19.00 Uhr mit Gelegenheit zu vertiefenden (Einzel-) Gesprächen mit den Wahlkandidatinnen und -Kandidaten an Bistrotischen mit

Bettina Hagedorn (SPD)
Karsten Kiehn (Piraten)
Bernd Buchholz (FDP)
Maren Berger (Die Grünen)

25813 Husum am 28.08.2013 im Schloss vor Husum, König-Friedrich-V.-Allee Beginn: 17.00 Uhr Ende der Podiumsdiskussion: ca 19.00 Uhr mit Gelegenheit zu vertiefenden (Einzel-) Gesprächen mit den Wahlkandidatinnen und -Kandidaten an Bistrotischen mit

Dr. Sabine Sütterlin-Waack (CDU)
Dirk Peddinghaus (SPD) 
Marlene Löhr (Die Grünen)
Oliver Sippel (Piraten)

Bündnis für gute Pflege in Aachen

Für die Region Aachen hatte das Aktionsbündnis am 18. Juli zu einer Protestveranstaltung vor dem AWO-Seniorenwohnsitz Morillenhang aufgerufen. Anschließend waren die rund 150 Teilnehmer auch zu einer Podiumsdiskussion mit Angehörigenvertretern, Pflegekräften und Auszubildenden sowie den beiden Aachener Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke, Mitglied des Gesundheitsausschusses und Vorsitzender des Marburger Bundes, und Ulla Schmidt, Bundesgesundheitsministerin a.D., eingeladen. Nach der kurzfristigen Absage des Abgeordneten Henke aus privaten Gründen diskutierten Podiumsteilnehmer und Publikum rund eine Stunde lang lebhaft die aktuelle Situation im Pflegebereich mit der ehemaligen Ministerin, der abschließend auch die Wahlprüfsteine des Bündnisses für gute Pflege überreicht wurden. Im Nachgang ist geplant, diese auch Rudolf Henke noch persönlich zu überreichen.

Laut getrommelt für die Pflege

Erfolgreiche Abschlussveranstaltung des Bündnis‘ für Pflege
Bei strahlendem Sonnenschein überreichte das Bündnis für gute Pflege am Samstag, den 20. Juli 2013, mitten auf dem Berliner Alexanderplatz die gemeinsamen Forderungen von 23 bundesweit agierenden Verbänden an die Politik und stellte sie zugleich noch einmal anschaulich der Öffentlichkeit vor. Die zentrale Podiumsveranstaltung in der Hauptstadt bildete den Abschluss einer dreiwöchigen Reihe von regionalen, bundesweit abgestimmten Aktionen. Mit den Aktionswochen forderte das Bündnis die Politik öffentlich dazu auf, die dringend notwendigen Veränderungen einzuleiten. Dazu gehören maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige, bessere Unterstützungsleistungen und Anerkennung für pflegende Angehörige, attraktivere Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und um das finanzierbar zu machen: eine solidarische Finanzierung der Pflege. Bei der Abschlussveranstaltung kamen zuerst diejenigen zu Wort, für die sich das Bündnis stark macht: Eindrucksvoll beschrieb Raimund Cichos die Hürden und Herausforderungen, die mit der Betreuung seiner demenzerkrankten Ehefrau einhergehen. Allein drei Jahre dauerte die Suche nach einer Anlaufstelle, die dem Ehepaar helfen konnte. Seine Erkenntnis „Wir sind zu zweit und doch allein“ bewegte die Gäste vor und auf der Bühne. Jana Nowotny  schilderte ihre Erfahrungen als berufliche Pflegekraft. Insbesondere an Wertschätzung fehle es noch für die schwere körperliche und psyc...

Bert Römgens im Gespräch mit Burkhard Hintzsche (o) und Thomas Geisel (u)

15.07.2013

Aktionsstand in Düsseldorf

Am Montag, 15. Juli 2013 gab es einen Aktionsstand vom „Bündnis für gute Pflege“ in einer Fußgängerzone in der Düsseldorfer Innenstadt. Neben interessierten Fragen von BürgerInnen rund um das Thema Pflege gab es mehrheitlich Fragen zu den Themen : „Warum kostet gute Pflege soviel?“ , „Wie kann ich meine Pflege finanzieren?“ und „Wer pflegt mich, wenn ich alt bin?“

Es wurden die Bündnisforderungen an die anwesenden politischen Vertreter, Herrn MD Markus Leßmann, Herrn Sozialdezernenten Burkhard Hintzsche und an den Oberbürgermeisterkandidaten der SPD für die Landeshauptstadt Düsseldorf, Herrn Thomas Geisel übergeben . Die Organisation wurde übernommen durch Bert Römgens, ZWST.

Aktionswochen des Bündnisses für gute Pflege: Demonstration vor dem Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg am 9. Juli in Rehau

Martin Abt (Geschäftsführer Diakonie Hochfranken), Elisabeth Scharfenberg (Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Otto Bayreuther (Geschäftsführer Diakonie Selb-Wunsiedel und Mitglied im Diakonischen Rat der Diakonie Bayern), Dunja Schmidt (Bereichsleitung stationäre Altenhilfe der Diakonie Hochfranken), Bianka Walter (Seniorenhaus Helmbrechts) v.l.n.r.

„Riesenprojekt“ Pflege

Grünen-Politikerin Scharfenberg fordert „Pflege-Bürgerversicherung“
Nürnberg/Rehau, 9. Juli 2013. Im Rahmen der Aktionswochen des bundesweiten Bündnisses für gute Pflege trafen sich am Dienstag, 9. Juli 2013, über 170 fränkische Pflegekräfte, Angehörige und Pflegebedürftige vor dem Mehrgenerationenhaus der Diakonie Hochfranken in Rehau. Von dort aus zogen sie durch den Ort zum Wahlkreisbüro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg, um auf die äußerst prekäre Situation in der Pflege aufmerksam zu machen. Scharfenberg, die auch als Sprecherin für Pflegepolitik und Altenpolitik der Bundstagsfraktion ihrer Partei fungiert, versprach, sich für eine grundlegende Wende in der Pflegepolitik einzusetzen.

Die Zukunftsvision von Bianka Walter ist düster, aber leider nicht unrealistisch: Wenn es so weiterginge, werde es in den stationären Pflegeeinrichtungen „wohl eines Tages Zehnbettzimmer geben und ausländische Pflegekräfte und ich verstehe kein Wort“, machte die Pflegekraft aus dem Seniorenhaus in Helmbrechts unter dem Applaus ihrer Kolleginnen und Kollegen die Situation in der Pflege deutlich. Ihre Forderung an Elisabeth Scharfenberg und die Politik im allgemeinen: „Ich will, dass man sich in der Politik einfach mal Gedanken macht, wie Pflege schön, attraktiv und lebenswert sein kann – ohne Druck und immer die Zeit im Nacken“, bündelte Walter, die ihren Beruf als Berufung betrachtet, die Probleme in ihrem Arbeitsbereich, die nahezu komplett auf eine Ursache zurückzuführen sind: unzureichende Finanzierung. Das sieht Martin Abt, Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken, ganz ähnlich: „Wir brauchen professionelle Pflege unter ordentlichen Rahmenbedingungen und eine ausreichende Finanzierung. Gute Pflege darf nicht vom Geldbeutel abhängen“, stellte er gegenüber Scharfenberg klar. Dafür, so Abt weiter, müsse die Pflegeversicherung „dauerhaft auf eine solide Grundlage“ gestellt werden, die es erlaube, die entstehenden Kosten „über Pflegesätze und Gebühren refinanziert zu bekommen“. Zudem forderte er mehr Zeit für die Pflegebedürftigen und eine „deutliche“ Anhebung des Personalsschlüssels um „mindestens 10 Prozent“.

Elisabeth Scharfenberg griff die Forderungen auf und plädierte – „wir müssen Geld in die Hand nehmen“ - für eine solidarische Finanzierung der Pflege, denn die von der Bundesregierung eingeführte private Zusatzversorgung, besser bekannt als Pflege-Bahr, sei „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Die, denen der Pflege-Bahr etwas bringen würde, könnten sich die Zusatzversorgung nicht leisten und die Reichen bräuchten sie nicht. Scharfenbergs Folgerung: „Wir brauchen eine Pflege-Bürgerversicherung.“ Das sei ein „Riesenprojekt, ähnlich der Energiewende“, und man habe viel zu spät angefangen, räumte sie ein. Lohnen würde sich die solidarische Finanzierung aus Sicht der Grünen aber durchaus. Scharfenberg verwies auf Berechnungen ihrer Partei, wonach ein solches Modell eine „solide Finanzierung“ der Pflege „bis 2055“ ermöglichen würde.

Was die Ausrichtung der Pflege angeht, unterstützt Scharfenberg den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, wie er im Ende Juni veröffentlichten Expertenbericht skizziert wird. Die Pflege müsse „weg von der Defizitorientierung und hin zur Teilhabe“, sagte die Gesundheitspolitikerin und betonte: „Dreh- und Angelpunkt ist auch hier die Finanzierung.“
Die seitens der Pflegekräfte immer wieder beklagte Überlastung mit Bürokratie ist Scharfenberg ebenfalls ein Dorn im Auge. Es brauche zwar „eine gewisse Dokumentation“, aber man müsse im einzelnen „sehr genau hinschauen“, was wirklich notwendig sei. Als „letzten Schildbürgerstreich“ bezeichnete sie den so genannten „Pflege-TÜV“. Darin werde „nicht die Arbeit, sondern die Dokumentation bewertet“, kritisierte die Grünen-Gesundheitspolitikerin. Sie forderte die Aussetzung des Pflege-TÜVs und die Entwicklung eines neuen Prüfinstruments. Auch das seit Anfang des Jahres geltende Pflegeneuausrichtungsgesetz, das Otto Bayreuther, Geschäftsführer der Diakonie Selb-Wunsiedel, als unsolidarisch gebrandmarkt hatte, möchte Scharfenberg aus eben jenem Grund am liebsten abschaffen. Alles in allem hilft aus ihrer Sicht kein Nachjustieren, sondern nur eine „umfassende Reform“ des Pflege-Systems. Dafür, so Scharfenberg, müsse noch mehr Druck aus dem Pflegebereich kommen: „Machen Sie weiter mit ganz ganz lauter Stimme“, ermunterte sie die Demonstrierenden. „Sie dürfen nicht alles mit sich machen lassen.“

Medienberichterstattung
TVO: http://www.tvo.de/mediathek/video/oberfranken-in-100-sekunden-vom-09-juli-2013/#.Ud0M1m0keW8
BR: http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/pflege-demonstration-rehau-100.html
Frankenpost: http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/hof-land/Pflegekraefte-auf-den-Barrikaden;art2438,2687123
Süddeutsche: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1470810

Weitere Informationen:
Renate Backhaus
Geschäftsführerin des Fachverbands Evangelische Altenhilfe im Diakonischen Werk Bayern e.V.
Tel.: 0911/9354-428
Fax: 0911/9354-471
Mail: backhaus(at)diakonie-bayern.de
Web: www.diakonie-bayern.de

Gespräch mit Bündnis 90/Die Grünen

Beim Gespräch mit Vertretern des Bündnisses (Dr. Hanneli Döhner von wir pflegen, Franz Wagner vom DBfK, Michael Schmidt von der AWO Hessen, Sabine Jansen von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft) mit Claudia Roth und Elisabeth Scharfenberg von Bündnis 90/Die Grünen gab es große Übereinstimmung, was die nötigen Änderungen in der Pflege betrifft, wobei es bei der Umsetzung noch offene Fragen gibt.

Claudia Roth berichtete von der Mitgliederbefragung ihrer Partei, die die Bürgerversicherung als eines von neun Top-Themen aus dem Wahlprogramm gewählt hatte. „Wir brauchen eine Werte-Debatte, Solidarität und eine bessere Anerkennung für die Pflege “, sagte Claudia Roth. Mit der Bürgerversicherung soll aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen mehr Geld für die Pflege ins System kommen.

Elisabeth Scharfenberg sah wie die Bündnis-Vertreter verschiedene Stellschrauben, an denen dringend gedreht werden müsse. Dazu gehöre neben dem Pflegebedürftigkeitsbegriff, der Pflegenotstand, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege , die Flexibilisierung von Leistungen und die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum, von dem es viel zu wenig gibt.
Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs war die Situation von Migranten, die von Pflegebedürftigkeit betroffen sind und vielfach noch in familiären Strukturen gepflegt werden. Mit der Änderung der Lebensbedingungen kommen immer mehr Menschen mit einem Migrationshintergrund in eine Situation, die professionelle Pflege nötig macht. Die Menschen dann kultursensibel zu pflegen, ist eine große Herausforderung – darin waren sich die Vertreterinnen von Bündnis 90/Die Grünen und die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses für Gute Pflege einig.

Veranstaltung am 12. Juni 2013 in Berlin "Das verflixte 7. Jahr - Kommt nun endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff"

„Wir waren optimistisch, dass der Expertenbericht zum Pflegebedürftigkeitsbegriff heute schon veröffentlicht sei, aber leider ist das nicht der Fall, “ konstatierte Claus Bölicke, Referent für Altenhilfe bei der AWO Bundesverband e.V., in den Begrüßungsworten der Veranstaltung „Das verflixte 7. Jahr – Kommt nun endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff?“. Bölicke erinnerte die rund 100 Gäste im Saal daran, dass das Bündnis mit 23 Mitglieds- und neun Unterstützerorganisationen auf insgesamt 13,6 Millionen Mitglieder zählen kann und dadurch genügend Potential hat, etwas in der Pflegepolitik verändern zu können.

„Seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 gibt es Kritik am Begriff ‚pflegebedürftig‘,“ erläuterte Klaus-Dieter Voß, der Vorsitzende des Expertenbeirates zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Er sei beispielsweise zu sehr defizit- und nicht teilhabeorientiert. Schon in den beiden Berichten aus dem Jahr 2009 habe der Expertenbeirat unter anderem empfohlen, die drei Pflegestufen abzuschaffen und durch fünf Bedarfsgrade zu ersetzen. Diese würden durch ein Neues Begutachtungs-Assessment (NBA) festgestellt, welches den Grad der Selbständigkeit eines Patienten ausdrücken soll. Auf Basis dieser Berichte habe der Beirat den Auftrag gehabt, konkrete Vorschläge zu offenen Fragen mit Zeitplan und Stufen der Umsetzung zu erarbeiten. „Der Auftrag enthielt Pflichtaspekte,“ betonte Voß. „Es dürfen beispielsweise für bisherige Leistungsbezieher keine Nachteile entstehen und das Teilleistungsprinzip soll beibehalten werden.“ Auf Empfehlung des Beirates soll unter anderem neben der Grundpflege auch die Betreuung als Leistung der Pflegeversicherung anerkannt werden, so Klaus-Dieter Voß.

„Ein altes System zu erneuern kann schwieriger sein, als ein neues zu erschaffen,“ begann Dr. Klaus Wingenfeld vom Institut für Pflegewissenschaften der Universität Bielefeld seinen Vortrag. Er war sowohl im ersten als auch im aktuellen Expertenbeirat mit von der Partie. Der heutige Pflegebedürftigkeitsbegriff genüge nicht, um die Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu bewältigen. Derzeit würden unter anderem psychische Problemlagen oder die Folgen kognitiver Einbußen nicht berücksichtigt. „Wer aber in diesen Punkten unselbständig ist, braucht Hilfe,“ unterstrich der Wissenschaftler. Das schon von seinem Vorredner erwähnte NBA beinhalte als Kriterien unter anderem Mobilität, kognitive Fähigkeiten sowie die Gestaltung des Alltagslebens. Die fünf sich daraus ergebenden Stufen der Pflegebedürftigkeit, die so genannten „Pflegegrade“ (PG), seien von PG 1 für „geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit“ bis PG 5 für „Selbständigkeitsverlust“ gegliedert. „Aus diesem Empfehlungskatalog ergeben sich viele leistungsrechtliche Fragen,“ erklärte Dr. Wingenfeld.

Heute seien die Pflegestufen zwar klar, aber nicht einheitlich, sagte Dr. Barbara Gansweid vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Westfalen-Lippe und ebenfalls Mitglied des Expertenbeirates. Das neu vorgeschlagene System der Pflegegrade rechne nicht mehr in Minuten Zeitaufwand pro Patient, sondern in Punkten. Ab 15 bis 29 von 100 Punkten gehöre ein Patient zur PG 1, ab 90 Punkten sei der PG 5 erreicht. Dr. Gansweid stellte eine Analyse von 48 Fallstudien zur beispielhaften Darstellung des Zusammenhangs  von Pflegegraden, Bedarfskonstellationen und  geleisteten  Hilfen vor. Die Analyse habe gezeigt, dass die meisten Patienten selbst in hohen Pflegegraden würden.  „Als Fazit kann ich sagen, dass der personelle Aufwand selbstverständlich mit den Pflegegraden steigt. Er lässt sich aber nicht wie bisher in Minuten messen und abrechnen,“ so Dr. Gansweid.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, die von der Journalistin Petra Schwarz mit viel Engagement moderiert wurde, kamen drei Mitglieder des Bündnisses für gute Pflege zu Wort. Als erste Rednerin war Sabine Jansen auf der Bühne, Geschäftsführerin der deutschen Alzheimergesellschaft. Von einem Fallbeispiel einer Mitarbeiterin des Alzheimer-Telefons leitete sie die wesentlichen Forderungen des Bündnisses ab. Diese umfassen eine unabhängige Beratung, eine selbstbestimmte und qualitativ hochwertige Pflege, die Stärkung der häuslichen Pflege und Entlastungsstrukturen für pflegende Angehörige sowie mehr Leistungen für Demenzkranke und die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs. „Pflege ist mehr als das, was heute bezahlt wird,“ resümierte Sabine Jansen.

Marie Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband gab zu Beginn ihres Referates der Hoffnung auf Veränderungen in der neuen Legislaturperiode Ausdruck. Es müsse ein neues Grundverständnis des Pflegebedürftigkeitsbegriffs geschaffen werden, dessen Maßstab der Grad der Selbständigkeit sei. Es müsse sichergestellt werden, dass jeder die Hilfe und Pflege bekomme, die er brauche. „Pflege darf kein Armutsrisiko sein, die Finanzierung muss solidarisch und paritätisch erfolgen.“

Die Lage aus Sicht der Pflegenden schilderte Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK). Leider sei heute Fakt, dass es immer weniger Personal für immer mehr Heimbewohner und Patienten gebe. Der Pflegeberuf sei unattraktiv geworden: Viele Überstunden, eine körperlich und seelisch anstrengende Arbeit für einen geringen Lohn. Das Bündnis gute Pflege fordere, dass Personalbemessung und Ausbildung verbessert werden, dass Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung verlässlicher, gesundheitsfördernder und familienfreundlicher und dass in der Pflege gerechte Einkommen gezahlt werden.

Nach den drei Kurzreferaten nahmen drei pflegepolitische Sprecher von CDU, SPD und Bündnis 90/die Grünen mit Petra Schwarz auf der Bühne Platz. Die Moderatorin befragte Willi Zylajew (CDU), Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90/die Grünen) und Hilde Mattheis (SPD) zu den Wahlprüfsteinen des Bündnisses für gute Pflege. „Die Gesellschaft muss begreifen, dass gute Pflege Geld kostet,“ sagte Zylajew, der Pflegeversicherungsbeitrag müsse erhöht werden. In diesem Punkt stimmte ihm auch Mattheis zu. Die SPD-Abgeordnete setzte sich vehement für eine Bürgerversicherung ein und wurde darin von der Grünen-Abgeordneten unterstützt. Zum Thema Teilhabe sagte Mattheis, dass die Kommunen bei den Eingliederungshilfen entlastet werden müssten. Auf die Frage, wie schnell der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff nach ihren Einschätzungen umgesetzt werde, waren die Prognosen der drei Politiker vorsichtig. Alle waren sich einig, dass die Umsetzung ein schwieriges Unterfangen sein werde und dafür wohl mindestens eine Legislaturperiode nötig sei.

„Wir haben kein Wissensdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit“ fasste Dietmar Erdmeier von der Gewerkschaft ver.di in seinem Schlusswort zusammen. Es fehle noch immer an einer grundlegenden Reform der Pflege. „Wir fordern von der zukünftigen Regierung, die Pflege auf die höchste Prioritätsstufe zu setzen. Die Vorarbeit sei geleistet, jetzt geht es ums Liefern!,“ erklärte Erdmeier. Am 20. Juli sei auf dem Alexanderplatz in Berlin eine zentrale Abschlussveranstaltung des Bündnisses geplant, um nochmals den öffentlichen Druck zu erhöhen.

Franziska Walt

Vortrag Frau Dr. Gansweid

Vortrag Herr Voß

Vortrag Herr Dr. Wingenfeld

AWO verleiht erstmals Innovationspreis

Kiel, 11. Juni 2013. Anlässlich des 1. Deutschen Diversity-Tags hat die AWO Pflege Schleswig-Holstein am 11. Juni erstmals den AWO Innovationspreis für neuartige und kreative Projekte und Ideen innerhalb der AWO Einrichtungen und Dienste verliehen. Ausgezeichnet wurden der Qualitätszirkel der Kieler Servicehäuser für „Das neue Tagesprofil“, eine pragmatischere, übersichtlichere und kundenbezogenere Form der Pflegedokumentation, die den bisherigen Dokumentationsaufwand reduzieren soll, sowie das AWO Servicehaus Friesischer Berg in Flensburg für die kreative, generationsübergreifende Umgestaltung und Bewirtschaftung des Gartens der WOHNpflege durch AWO-Mieter und Schüler der Auguste-Victoria-Schule aus dem Stadtteil.

Mehr Informationen

1. Volkssolidarität Bundesverband e.V.: Fachtagung am 23.04.2013 - Die Umsetzung des Pflegeneuausrichtungsgesetzes

 

 

 

Die Umsetzung des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes
-Auswirkungen für Menschen mit Demenz-

Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Mit dem Gesetz erhalten Menschen mit Demenz neue Leistungsangebote durch die Pflegeversicherung. Laut Gesetz können Pflegebedürftige von nun an zwischen Leistungskomplexen und Zeitabrechnung wählen. Umfangreiche Förderungen von selbstbestimmten ambulanten Wohngemeinschaften sowie Fördermöglichkeiten zum Umbau von Wohnungen werden zugleich durch das Gesetz gestattet.
Die sozialen Dienste und Einrichtungen stehen aufgrund dieser gesetzlichen Änderungen vor neuen Herausforderungen, weil die Rahmenbedingungen für neue Leistungen sowie für die Entlohnung der Fachkräfte neu definiert und kalkuliert werden müssen.
Das Ziel der Fachtagung ist es, Chancen und Grenzen in der Umsetzung des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes für Betreuung, Pflege und im sozial betreuten Wohnen für Menschen mit Demenz aufzuzeigen.
Neben den gesetzlichen Herausforderungen des PNGs führt nachmittags der Workshop I in die alltagspraktische Aktivierungs-therapie (MAKS-Therapie) bei Demenz ein. Im Workshop II stehen innovative Wohnkonzepte und Wohnformen für Menschen mit Demenz im Mittelpunkt. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Alle Informationen (Flyer, Anmeldung) sind hier abrufbar.


Tagungsgebühr: 82,-Euro
Anmeldung zur Fachtagung:
Per Mail oder Fax zurück an:
Fax: 030 / 27 59 39 59
christine.bischof(at)volkssolidaritaet.de

Volkssolidarität
Bundesverband e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Frau Christine Kleiber-Bischof
Alte Schönhauser Str. 16
10119 Berlin
Tel: 030- 27593959

Veranstalter:
Kompetenzzentrum Pflege und das Kompetenzzentrum Wohnen des Bundesvorstandes des Bundesvorstandes der Volkssolidarität und die Bundesgeschäftsstelle

Tagungsort:
Van der VALK Hotel Berlin Brandenburg, Eschenweg 18, Blankenfelde-Mahlow

Tagungsablauf:

9.45 - 10.00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung Sylvia Svoboda (Pflegedirektorin, Sozialdienste der VS Berlin gGmbH)
Horst Riethausen (Bundesgeschäftsführer der VS. e.V.)

10.15 - 12.15 Uhr
Gesetzliche Anforderungen – die Umsetzung des PNGs und seine Grenzen Dr. Silvia Hacke (Dornheim Rechtsanwälte & Steuerberater)

12.15 - 13.00 Uhr
Mittagspause

13.00 - 15.00 Uhr
Workshopangebote

Workshop I
Die MAKS-Therapie - eine multimodale nicht medikamentöse Therapie bei Demenz
Dr. Eichenseer (Psychiatrische Universität Erlangen)

Workshop II
Vorstellung und Diskussion verschiedener Betreuungs- und Wohnformen für Menschen
mit Demenz – Wohnkonzepte / WGs / Tagespflege und „Aktiv mit Demenz“
Gabriele Becker-Rieß (Bremer Heimstiftung)

15.00 – 15.15 Uhr Zusammenfinden zur Präsentation

15.15 – 15.45 Uhr Präsentation der Workshopergebnisse

15.45 – 16.00 Uhr Schlusswort

Großes Interesse am Bündnis für gute Pflege bei der SPD

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, informierte sich am Stand des Bündnisses für gute Pflege beim SPD-Bundesparteitag im April 2013 in Augsburg.

Im Wahlprogramm sieht die SPD den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff als Kernpunkt einer Reform.  Freistellungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige sollen verbessert und für beruflich Pflegende Personalbemessung geregelt und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Mehrkosten sollen solidarisch über eine Bürgerversicherung aufgebracht werden.

2. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

18. Pflegetreff am 28.05.2013, 17.00 - 19.00 Uhr, in Neuss-Erfttal

Thema: Das Pflegesystem bedarf einer grundlegenden Reform - Die deutliche Zunahme von dementiellen Erkrankungen macht einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erforderlich. Darüber hinaus sind wohnortnahe Quartierskonzepte (= ambulant vor stationär) und der Abbau des Pflegenotstandes (Minutenpflege) zwingend. Es stellen sich vielfältige Fragen, z.B.: Wie sind die politischen Parteien im Wahljahr 2013 aufgestellt, um das Pflegesystem demografiefest zu machen und dauerhaft solidarisch zu finanzieren?

Einladung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hier.

Näheres im Forum hier (ständige Aktualisierung).

Zum Pflegetreff informiert eine Pressemitteilung vom 25.03.2013 hier.

Veranstaltungshinweis:

Kriegskinder – Kriegserfahrungen und Pflege

Viele der Menschen, die jetzt pflegebedürftig sind oder werden, gehören der Generation der sogenannten „Kriegskinder“ an. Geboren in den 20er, 30er oder 40er Jahren, aufgewachsen im Krieg und konfrontiert mit oft lebensbedrohlichen Erlebnissen.

Im Alltag der Pflege- oder Betreuungsangebote erleben wir sehr eindrucksvoll, dass sich die Erlebnisse von damals, die Erinnerungen an diese Zeit nicht einfach ausblenden lassen. Gerade bei Menschen mit einer Demenzerkrankung oder auch bei denjenigen, die Verluste zu verkraften haben oder selber im Sterben liegen, verdichten sich die häufig nicht aufgearbeiteten Erlebnisse zu oft sehr schmerzhaften Rückbesinnungen.

Das unverarbeitete Trauma hat in vielen Familien Spuren hinterlassen - bis in
die zweite und dritte Generation. Alle Beteiligten müssen deshalb lernen, mit besonderer Sensibilität und Sorgfalt auf die Bedürfnisse und Pflegeprobleme der Menschen einzugehen, die nachhaltig von Kriegserfahrungen geprägt sind oder kriegsbedingte Traumatisierungen erlitten haben. Diese Veranstaltungen sollen dazu beitragen.

Flandernbunker Kiel • Hindenburgufer 275, 24106 Kiel

29.5.2013 Vortrag und Empfang

19.30 Uhr Kindheiten und Jugendzeiten im
2. Weltkrieg –
lebenslange Folgen?

Prof. Dr. Hartmut Radebold, Psychiater/Psychoanalytiker und Alternsforscher, Kassel

Bürgerhaus Kronshagen • Kopperpahler Allee 67, 24119 Kronshagen

30.5.2013 Fachtag

10-16 Uhr Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit

10.00 h Begrüßung

Dr. Hildegard Entzian, Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein

Michael Selck, Sprecher des Forums Pflegegesellschaft

Dr. med. Helga Spranger, Vorsitzende Kriegskind.de e.V.

10.30 h Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit:
„Kriegskinder und Kriegsenkel in der Pflege“ – Welche Bedeutung haben Kriegserinnerungen für die Pflege?

Prof. Dr. Hartmut Radebold, Psychiater/Psychoanalytiker und

Alternsforscher, Kassel

11.30 h Biografiearbeit in der Pflege
Was tun mit den Kriegserinnerungen?

Curt Hondrich, Journalist und Theologe, Leichlingen

12.15 h Aussprache – Fragen – Anmerkungen

12.45 h Imbiss

13.45 h „Kriegsversehrte Seelen in der Pflege“ – Was tun wenn die Worte fehlen?

Dr. med. Helga Spranger, Psychotherapeutin, Schwerpunkt Spätfolgen nach Kriegstraumatisierungen, Kiel

14.30 h „Die geprügelte Generation: Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen“ – Was hat Gewalt in der Pflege damit zu tun?

Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch, Gerontopsychiater und Psychotherapeut, Bonn

15.15 h Moderierte Abschlussrunde

mit Prof. Dr. Hartmut Radebold, Dr. med. Helga Spranger, Curt Hondrich, Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch, Jutta Kühl (SoVD), Jens Rönnau (Mahnmal Kilian), Patricia Drube (DBfK)

16.00 h Ende der Veranstaltung

Moderation: Anke Buhl für das Forum Pflegegesellschaft

Ausstellung der Erinnerungskisten im Tagungsraum

Thementisches während des Fachtages:

• Forum Pflegegesellschaft
• Zeitzeugenprojekt Mahnmal Kilian
• AG Erinnerungsarbeit der AWO Schleswig-Holstein – Projekt Leitfaden und Erinnerungskisten
• Verein Kriegskind
• Frauenberatung und Fachstelle bei sexueller Gewalt

Anmeldung über das
Forum Pflege und Gesellschaft
c/o bpa
Hamburger Chaussee 8
24114 Kiel
Telefon: 04 31 / 78 017 -62
Fax: 04 31 / 78 017 -63
E-Mail: Schleswig-Holstein(at)bpa.de

Veranstaltungshinweis

Probleme der europäischen Arbeitsmobilität für die häusliche Pflege Faire Arbeitsmobilität und Qualitätssicherung in der Altenpflege gestalten – Optionen für Berlin?!

Ein Fachdialog am

11. April 2013, 13.30 bis 17.00 Uhr im

Hotel Albrechtshof
Albrechtstraße 8
10117 Berlin
 
Seit dem 1.5.2011 (Arbeitnehmerfreizügigkeit) können die meisten EU-Bürgerinnen und Bürger sich in den Ländern der Europäischen Union frei bewegen und arbeiten. Im Bereich der häuslichen Pflege hat das – begünstigt durch das Lohngefälle innerhalb der EU – dazu geführt, dass viele, die Unterstützung suchen für ihre pflegebedürftigen Angehörigen, auf osteuropäische Pflegekräfte zurückgreifen.

Bereits heute gibt es 2,3 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland, davon werden 1,6 Millionen im häuslichen Bereich betreut. Bis 2015, so das Statistische Bundesamt, werden rund 90.000 Pflegekräfte fehlen. Der Rückgriff auf Fachkräfte aus dem EU-Ausland scheint da eine attraktive Lösung, auch gerade unter dem Aspekt der Kosten.

Doch es hat sich gezeigt, dass der Einsatz von ausländischen Beschäftigten in der Pflege mit vielen Problemen verbunden ist. Auf der einen Seite sind Qualitätsstandards, besonders im häuslichen Bereich, schwer umzusetzen und zu kontrollieren. Andererseits können ausländische Pflegekräfte sich gegen unfaire Entlohnung und unwürdige Arbeitsbedingungen kaum zur Wehr setzen.

Diese Problemfelder will der Fachdialog thematisieren, auch unter dem Aspekt einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung in der Branche, der Bemühungen um mehr Attraktivität für das Berufsbild und seriösen Wettbewerb in der Altenpflege. Der Fachdialog findet im Rahmen der Landesinitiative „Für ein gutes Leben im Alter in Berlin" statt, einer Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive für Fachkräftesicherung in der Altenpflege.

 

Meldung: Infostand auf dem SPD-Bundesparteitag in Augsburg

Das Bündnis für gute Pflege wird mit einem Informationsstand am 14. April auf dem ausserordentlichen Bundesparteitag der SPD in Augsburg vertreten sein. Sie finden uns in Halle 7.

Meldung: 11. PraxisForum PflegeQualität am Freitag, 12. April 2013

Nach zehn erfolgreichen Veranstaltungen, kehrt das PraxisForum PflegeQualität nun nach einer kreativen Pause runderneuert zurück. Nach zehn Jahren der Kooperation mit einer Hochschule geht das PraxisForum PflegeQualität ab 2012 nun in die Praxis.

Das 11. PraxisForum wird dazu in Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin durchgeführt. Der bewährte Austausch zwischen Praktikern soll damit noch weiter befördert werden. Neu ist auch der Termin, der vom Herbst in Frühjahr verlegt wurde. Thematisch wird dieser neue Abschnitt des PraxisForums mit einer Veranstaltung zum Spannungsfeld zwischen theoretischen Ansprüchen und praktischen pflegerischen Wissens zum Thema "Prophylaxen" eingeleitet. Damit wird die Tradition der Veranstaltung fortgesetzt, die Qualität der pflegerischen Ver-sorgung aus praxisnaher Sicht, fachlich fundiert zu beleuchten. Neu wird 2013 eine abschließende Dis-kussionsrunde mit Vertretern aus Theorie, Praxis und Kostenträgern zu den Konsequenzen der darge-stellten Thematik für die pflegerische Praxis sein.

Zum Programm

Pressemitteilung: Neue Veranstaltungsreihe in der AWO Beratungsstelle Weststadt in Ulm mit Hilde Mattheis, MdB

Zur Auftaktveranstaltung der neu initiierten sozialpolitischen Veranstaltungsreihe in den Räumen der AWO Beratungsstelle im Seniorenzentrum Weststadt am 27.03. 2013 konnte die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (SPD) zum Thema „Wie geht es weiter mit der Pflege“ gewonnen werden.

In seiner Begrüßung betonte Einrichtungsleiter Ulrich Rommel, dass es den Kooperationspartnern (Seniorenzentrum Weststadt, Ulmer Heimstätte, Kreisverband AWO) ein wichtiges Anliegen sei, die seit rund anderthalb Jahren bestehende Beratungsstelle in das öffentliche Leben in der Ulmer Weststadt zu integrieren. Deswegen habe man sich dazu entschlossen, eine sozialpolitische Veranstaltungsreihe zu starten, um interessierte Bürgerinnen und Bürger zu wichtigen Themen einzuladen.

Die AWO als großer Verband der freien Wohlfahrtspflege hat sich im „Bündnis für gute Pflege“ gemeinsam mit einer Reihe von Sozialpartnern zusammengeschlossen, um unter dem Leitsatz „Gute Pflege ist ein Menschenrecht“ um für eine bessere Perspektive für die Pflege in Deutschland zu kämpfen. Deshalb lag es nahe, die neue Veranstaltungsreihe mit einer ausgewiesenen Pflegeexpertin, Hilde Mattheis, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages, zu beginnen.  

Frau Mattheis stellte zu Beginn kurz und informativ das Positionspapier der SPD für eine Reform der Pflegeversicherung vor, dessen Kernstück die Unterstützung und Sicherung der Teilhabe von Pflegebedürftigen ist. Dies erfordert eine Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, um vor allem den Hilfebedarf und Bedürfnisse Dementiell Erkrankter besser gerecht zu werden. Um die Möglichkeiten der Ambulanten Versorgung, sowie der Prävention und Rehabilitation zu stärken, soll Anstelle der Pflegestufen eine Eingruppierung in 5 Bedarfsgrade erfolgen. Wichtig war Frau Mattheis auch, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben sein wird, sondern Geld kosten (ca. 3-4 Mrd.) wird, das über eine Erhöhung des Beitragsatzes zur Pflegeversicherung aufgebracht werden müsste.  


Anschließend daran entspann sich mit den Besuchern eine angeregte Diskussion, vor allem um die Frage, wie wollen wir selbst im Alter leben und gepflegt werden, wie kann die Pflege von bürokratischem Ballast befreit werden, aber auch welche Möglichkeiten „niederschwelliger Hilfe“ und nachbarschaftlichen Engagements (z.B. Tauschbörsen) gibt es. Einig waren sich alle, dass die  Anforderungen des demographischen Wandels nur mit vielfältigen Anstrengungen in Städtebau, Ausbau von Hilfenetzen und -formen, nachbarschaftlichem Engagement und auch einem erhöhten Mitteleinsatz bewältigt werden können.


Die nächste Veranstaltung wird am 22. Mai um 19.30 zum Thema „Leben ist Bewegung – Mehr Freiheit wagen“ stattfinden und sich dem Umgang mit Fixierungen und vor allem deren Vermeidung beschäftigen. Im Juni wird dann eine Veranstaltung zum Thema Energie folgen und dort speziell zum Thema Wasser, hochaktuell durch die Absicht der EU die Wasserversorgung zu liberalisieren.

Seniorenzentrum Weststadt
Magirusstr. 10
89077 Ulm

Vorsitzender der Linkspartei unterstützt Forderungen

"Die Pflegebedürftigen brauchen eine maßgeschneiderte Pflege." Diese Position der Linkspartei bekräftige deren Co-Vorsitzender Bernd Riexinger am 19. März in Berlin in einem Gespräch mit Vertreterinnen des "Bündnisses für gute Pflege". Annelie Buntenbach vom geschäftsführenden Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Carola Ahlert, Vizepräsidentin der Volkssolidarität, und Angela Staub von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Selbsthilfe waren für das Bündnis der Einladung gefolgt. Sie erfuhren vom Parteivorsitzenden: "Sie finden bei der Partei Die Linke offene Türen für Ihre Anliegen."

Riexinger bezeichnete die solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung als "Kernpunkt". Es sei zu prüfen, ob sie nicht zu einer Vollversicherung und als Bürgerversicherung weiterentwickelt werden kann. Dem stimmten seine Gesprächspartnerinnen ebenso zu wie der Feststellung, dass die pflegenden Angehörigen mehr unterstützt werden müssten. Der Linksparteivorsitzende schien wie die Partei selbst die politischen Hausaufgaben in Sachen Pflege gemacht zu haben, so dass die Bündnisvertreterinnen kaum Kritisches anbringen konnten und mussten. "Wir stimmen den Einschätzungen des Bündnisses, insbesondere zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen und zur Aufwertung der Pflegeberufe, ausdrücklich zu", so Riexinger im Gespräch. Carola Ahlert bat ihn, politischen Druck zu machen, dass der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff nicht in Vergessenheit gerät. Danach sehe es derzeit aber aus, stellte die Vizepräsidentin der Volkssolidarität fest. Sie erinnerte auch daran, dass zu wenig getan werde für Prävention und Rehabilitation, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern.

DGB-Vertreterin Annelie Buntenbach bezeichnete es in dem Gespräch als dringend notwendig, die Angehörigen und die Pflegenden besser zu unterstützen. In der Pflege gebe es "katastrophale Zustände". Trotz allem Redens vom Fachkräftemangel habe sich nichts an den Bedingungen für die in der Pflege Tätigen verändert. "Die Angehörigen sind oft allein gelassen", bestätigte Angela Staub von der BAG Selbsthilfe. Sie würden nicht ausreichend unterstützt und beraten, berichtete sie dem Linksparteichef. Aber auch die Situation für die Träger sei nicht besser geworden, ergänzte Carola Ahlert. So stünden innerhalb von 24 Stunden einem Pflegebedürftigen nur 63 Minuten Pflege zu. "Mehr wird von den Kassen nicht bezahlt", so die Verbandsvizepräsidentin. Da sei die oftmals kritisierte und skandalisierte desolate Pflegesituation in manchen Heimen nicht verwunderlich. "Die Finanzierungsstruktur stimmt nicht."

Das führte beim Vorsitzenden der Linkspartei ebenso zu Kopfschütteln wie die Information, dass die Ausbildung in der Altenpflege nur von den Kassen und Trägern, aber nicht von Bund und Ländern finanziert wird. Riexinger bezeichnete es als immer noch unverständlich, warum Industrieberufe besser bezahlt werden als Tätigkeiten im sozialen Bereich. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Arbeit mit und für Menschen weniger wert sein soll als das Zusammenschrauben eines Autos." Die Arbeit in der Pflege müsse höher bewertet werden, was auch für andere soziale Berufe gelte. Der Parteichef wandte sich dagegen, dass mit der Pflege Profit gemacht wird bzw. werden kann. "Es handelt sich um einen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Träger müssen dem Gemeinwohl verpflichtet sein." Zudem bezeichnete er es als Skandal, dass es nach Auskunft von Carola Ahlert die sogenannte Pflegepersonalregelung (PPR) nicht mehr gibt, die in den 90er Jahren festlegte, wie viel Pflegepersonal für wie viel Betreute notwendig ist.

Die Gesprächspartner kamen überein, sich weiterhin gegenseitig zu informieren. Riexinger versprach, dazu beizutragen, dass die Mitglieder und Strukturen der Linkspartei mehr vom "Bündnis für gute Pflege" erfahren. "Sie können sich darauf verlassen, dass die Linkspartei an der Seite der Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften steht", versprach er den Bündnisvertreterinnen. Die kündigten an, dass das Bündnis die Politik "weiter wachrütteln wird". Dazu sollen auch mit den anderen im Bundestag vertretenen Parteien Gespräche geführt werden. Mit Aktionstagen in den Bundesländern und in den Regionen werde in diesem Jahr außerdem versucht, die Bevölkerung aufzuklären und zu informieren.

Text: Tilo Gräser

Fotos: Volkssolidarität/Gräser

Pflegestützpunkte – Lotsen im Meer der Sozialleistungen

Pflegestützpunkte sind „Leuchttürme“ und lotsen Bürgerinnen und Bürger durch die unterschiedlichen Sozialleistungsangebote, damit eine effektive Versorgung und  Betreuung  von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen aus  einer  Hand  auf  kommunaler  Ebene  gewährleistet  werden kann. Davon konnten sich die Vorstände der Diakonie Deutschland und des DEVAP, Maria Loheide und Renate Gamp, beim Besuch des Pflegestützpunktes der Diakonie Stadtmitte im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg überzeugen.

AWO Kampagne

Zeit in der Pflege

Unter dem Motto 

"Wer hat an der Uhr gedreht? - Pflege braucht Zeit"

findet am Mittwoch, den 20.3.2012, von 15.00 - ca. 17.30 h

im Foyer der AWO Landesgeschäftsstelle im Sibeliusweg in Kiel

der Auftakt für die neue Kampagne statt.

Wenn im Alter alles etwas länger braucht, dann benötigen die Menschen vor allem eines: Zeit. Aber in kaum einem Bereich ist die Zeit-Not so groß wie in der Pflege.  

Die Kampagne soll auf die vielfältigen  "Zeit-Nöte" in der Pflege aufmerksam machen. Uhren werden gesammelt und „Zeitsammelstellen“, errichtet.  

Zur Auftaktveranstaltung lädt die AWO herzlich ein. Und bringen Sie Zeit mit.

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Filmpremiere:

" ... und ein langes Leben!"

Ist Pflegebedarf ein gesellschaftlicher Notfall?
In Würde Altern  vs.  faire Arbeitsbedingungen?" 

von Anne Frisius

Der Film beleuchtet aus 11 unterschiedlichen Perspektiven die Situation in der häuslichen Betreuung. Menschen mit Pflegebedarf, Pflegende ("legal" und "illegal"), Angehörige und Gewerkschafter erzählen über die Schwierigkeiten und die unmöglichen oder aber auch möglichen Lösungsversuche.
Am 28.01.2013 fand im Familiengarten in Berlin die Premiere statt. Eine weitere Premiere gibt es am Mittwoch, dem 6.3 2013 in Bremen im City 46 Birkenstraße 1. Das Kino ist Rollizugänglich. Der Film ist auch als DVD erhältlich bei anne.frisius(at)kiezfilme.de

... und ein langes Leben! - Die Filmpremiere in Berlin

Diskussion mit Anne Frisius nach der Premiere
Fragen gab es auch zum BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE
Auch einige Akteure waren bei der Premiere anwesend

Ein-Satz für gute Pflege beim SPD-Parteitag

Die SPD hatte das Bündnis für gute Pflege eingeladen bei ihrem Parteitag in Hannover zu informieren. Die Möglichkeit zum Gespräch wurde von vielen Delegierten genutzt. Mit am Stand waren auch die designierte Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles.

Die JUSO Mitglieder Isabella Fiorentino, Katharina Oerder und Johanna Uehermann formulierten ihren Ein-Satz für gute Pflege so:

Gute Pflege braucht Zeit!

Gute Löhne für gute Pflege!

Gute Pflege ist eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit!

Dokumentation:

Tagung: „Bessere Versorgung in der Pflege – Herausforderungen und Perspektiven“

Mit einer Veranstaltung hat der DGB Ende Oktober 2012 in Berlin darauf hingewiesen, dass die Pflegereform der Bundesregierung weder Finanzierungslücken schließt, noch den Fachkräftemangel in der Pflege löst.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisierte, dass  mit der Pflegereform zum 1. Januar 2013 die Bundesregierung eine private Pflege-Zusatzversicherung fördere, die vor allem der Versicherungswirtschaft nütze, statt die gesetzliche Pflegeversicherung nachhaltig und angemessen zu finanzieren. Die Bundesregierung definiere nicht einmal einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der an Demenz erkrankte Patienten mit körperlich eingeschränkten Menschen gleich gestellt hätte. Auch den bereits jetzt massiven Mangel an Pflegefachkräften könne die Reform nicht beheben.

Die Vorträge gibt es hier

Aktionstag Pflege in Sachsen 

Seit 2010 gibt es den "Runden Tisch Pflege", der sich 5 bis 6 mal im Jahr im Sächsischen Landtag trifft. Mit einem breiten Bündnis von über 70 Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Einzelpersonen aus Altenpflege, Krankenpflege, Wissenschaft und Politik hat der Runde Tisch Pflege am 18. Oktober 2012 zu einem Aktionstag aufgerufen. Das Motto "Pflege braucht Zeit" 

Prominente Unterstützung beim Pflege-Aktionstag in Sachsen

SoVD auf RehaCare

Vom 10. bis 13. Oktober öffnet die RehaCare International, die Fachmesse für selbstbestimmtes Leben, in Düsseldorf wieder ihre Pforten. Auch der SoVD ist mit einem Messestand vor Ort und informiert u.a auch über das "Bündnis für gute Pflege". Ebenso beteiligt sich der SoVD mit Beiträgen am begleitenden Fachkongress.

Mehr Informationen gibt es hier.

Bessere Versorgung in der Pflege

Herausforderungen und Perspektiven

26. Oktober 2012 in Berlin, Landesvertretung Saarland

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Praxis, Politik, Selbstverwaltung und Wissenschaft will der DGB diskutieren, welche neuen Wege beschritten werden können und wie den Problemen einer alternden Gesellschaft nachhaltig zu begegnen ist.

Mit auf dem Podium sind mehrere Partner aus dem "Bündnis für gute Pflege

Weitere Informationen und Anmeldung:

AWO: Zukunftsproblem Altersarmut?

Ein Austausch von Wissenschaft und Praxis am 24. Okotber 2012 in Berlin.

Die Veranstaltung wird  vom AWO Bundesverband e. V. gemeinsam mit dem Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen organisiert.

Mit dem gewählten Format sollen Wissenschaft, Politik und Praxis zusammengebracht werden, um die Probleme, die mit Altersarmut verbunden sind, und mögliche Lösungsvorschläge auf den Tisch zu legen und zur Diskussion zu stellen.

Zum Tagungsflyer.

Zur Anmeldung.

Braucht Hamburg ein Bündnis für Pflege?

Hamburg: Im „Bündnis für gute Pflege“ auf Bundesebene haben sich über20 gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen. Was heißt das konkret für die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen in Hamburg? Was ist notwendig für eine gute Arbeit in der Pflege zum Wohle der zu Pflegenden? Dazu hatte der ver.di, Fachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen am 11. September 2012 die Vertreter der Spitzenverbände der Träger von Pflegeeinrichtungen in Hamburg eingeladen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Podium sprachen sich für ein Bündnis aus.

Mehr dazu ...

Hans-Böckler-Stiftung - Was ist uns gute Pflege wert?

Der Arbeitskreis "Zukunft des Sozialstaats" der Hans-Böckler-Stiftung hatte am 25. Juni 2012 in Frankfurt am Main eingeladen zur Veranstaltung "Was ist uns gute Pflege wert?" .
Namhafte Referentinnen und Referenten berichteten über den Stand der Pflegereform 2012/13 b und kommentierten ihn kritisch.
Neben renomierten Wissenschaftlern wurde auch dem BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE die Möglichkeit gegeben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und seine Inhalte und Forderungen nach vorn zu tragen.

Als Vertreterinnen des Bündnisses sprachen Annelie Buntenbach (Bundesvorstand DGB), Heidi Knake-Werner (Vorstandsvorsitzende Volkssolidarität Berlin) und Ulrike Mascher (Präsidentin VdK).

Programm 

Bündnis für gute Pflege in Oldenburg

Oldenburg, 19. Juni 2012  Senior/innen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Oldenburg informierten sich über das Bündnis für Gute Pflege und bewerteten die Pflegepolitik der Bundesregierung. Ihr Fazit: Gerecht geht anders. 

Podiumsdiskussion mit pflegepolitischen Sprechern Bundestagsfraktionen

Einladung zur Podiumsdiskussion mit den pflegepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen

Perspektiven für die Pflege älterer Menschen in Deutschland
23. Mai 2012 von 13:30Uhr bis 18:00 Uhr
in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin
In den Ministergärten 3, 10117 Berlin

Hintergrund:
Um die Zukunft der Pflege älterer Menschen ist es in Deutschland nicht gut bestellt. Deshalb haben sich verschiedene Akteure,
die die aktuelle Situation nicht mehr länger hinnehmen wollen zu dem Bündnis für GUTE PFLEGE zusammengeschlossen.
Gemeinsam fordern die Bündnispartner „Perspektiven für eine bessere Pflege“ in Deutschland.

Die Kernforderungen des Bündnisses sind:

  • Pflegebedürftige Menschen brauchen maßgeschneiderte Pflege,
  • Angehörige brauchen Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung
  • Profis in der Pflege brauchen gute Lohn- und Arbeitsbedingungen,
  • Gute Pflege hat ihren Preis und braucht mehr Solidarität.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Forderungen des Bündnisses erläutert, untermauert
und mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundestagsfraktionen diskutiert.

 Zum Bericht

Download des Programmablaufs und der Einladung.

Mitmachen bei der 1.Mai Demo in Berlin

„ Komm zur 1. Mai Demo! Mit ver.di marschieren wir mit im Pflege-Block des Fachbereichs 3. Wir werden deutlich unseren Unmut über die aktuelle Politik äußern und unsere berechtigten Forderungen lautstark kundtun. Sei auch Du dabei!“.  So rufen der Zusammenschluss der Interessenvertreter/-innen ambulanter Pflegedienste Berlin gemeinsam mit ver.di Berlin in einem Flugblatt die Beschäftigten auf, sich als deutlich sichtbare Gruppe in der 1. Mai Demo des DGB zu beteiligen. 
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